Affen sind die neue Hoffnung gegen Aids

17. Februar 2014 | Von | Kategorie: Aktuelle Entwicklungen

1981 wurde zum ersten Mal über eine neue, mysteriöse und leider in den meisten Fällen tödlich verlaufende Krankheit berichtet. Heute sind laut Berichten der Weltgesundheitsbehörde weltweit rund dreißig Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert.

Aufklärung und Forschung

Viel Engagement und Geld für Aufklärungskampagnen und die Erforschung von Medikamenten wurden investiert, um die bedrohliche Krankheit stoppen zu können. Nun könnte ein neues Zeitalter für Menschen mit HIV anbrechen. Zwei neue Studien von amerikanischen Forschern bringen neue Hoffnung für die Erkrankten.

Neue Tests im Kampf gegen Aids

Das langfristige Ziel ist, Antikörper mittels einer Injektionstherapie zu verabreichen und damit die Infektion zu kontrollieren. An den Affen wurden verschiedene Testreihen durchgeführt, die alle zu einem verblüffendem Ergebnis führten. Nachdem den Tieren die Antikörper gespritzt worden waren, verringerte sich im Blut der Tiere ganz deutlich die Anzahl der HIV-Viren. Bei diesen Tests kristallisierte sich auch heraus, dass die Antikörper die Aids-Viren im menschlichen Körper zerstören können. Mit den zur Zeit erhältlichen Medikamenten ist das nicht möglich. Der HIV-Infizierte produziert zwar zur Bekämpfung der Viren selbst Antikörper, diese sind aber in der Regel vollkommen wirkungslos. Die im Labor erzeugten und den Versuchstieren verabreichten Antikörper könnten die Heilung der Erkrankung Aids revolutionieren.

Gute Resultate bei den Affen

Bereits nach der ersten Injektion waren bei den Affen Ergebnisse sichtbar. Die Affen wurden mit SHIV, einem verwandten Virus des HIV – Virus, infiziert. Das Sensationelle daran war, dass bei dem Großteil der Affen bereits eine Woche nach Gabe der Antikörper keine Viren mehr im Blut nachweisbar waren. Nach der Antikörpertherapie traten die Viren auch erst wieder nach rund zwei bis vier Monaten in Erscheinung. Bei einigen Affen trat das Virus im gesamten Beobachtungszeitraum von acht Monaten nicht mehr auf. Laut Forschern gelten diese Affen zwar nicht als geheilt, doch ist ihr Immunsystem so gestärkt worden, dass sie die Viren abwenden können.

Der Wissenschaft eröffnen sich neue Perspektiven

Die Antikörper können das Immunsystem so stärken und aktivieren, dass HIV-Viren gefunden und abgetötet werden. Ein weiterer Vorteil der Antikörpertherapie an den Affen war, dass nach der Therapie die Viren wesentlich langsamer zurückkehrten, als dies beim Menschen mit der jetzigen medikamentösen Therapie der Fall ist.

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