Das Problem der Zeitverschiebung

19. März 2013 | Von | Kategorie: HIV und Reisen

Die Auswirkungen der Zeitverschiebung auf den menschlichen Organismus sind auch als Jetlag bekannt und treten vor allem dort auf, wo Menschen mit dem Flugzeug über mehrere Zeitzonen reisen. Die meisten Menschen haben mit der Zeitverschiebung von weniger als fünf Stunden kaum Probleme.

Bahnhofsuhr

Bahnhofsuhr (Quelle: thosch66)

Manche Menschen hingegen vertragen diesen veränderten Zeitrhythmus nur sehr schlecht und leiden an Übelkeit und Schlafstörungen. Wie jeder weiß, kann man Schlaf nachholen, bei der Zeitverschiebung handelt es sich aber nicht um ein Schlafdefizit, sondern eine Verschiebung des Schlaf-wach-Rhythmus. Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder solche, die regelmäßig um dieselbe Uhrzeit Medikamente einnehmen müssen, kann die Zeitverschiebung zu einer wahren Herausforderung werden. Es dauert eine Weile, bis sich die innere Uhr an die Ortszeit angepasst hat, in dieser Zeit sollte man vermehrt auf einen sanften Übergang der Zeitverschiebung achten.

Neben den körperlichen Beschwerden können aber auch psychische Beschwerden auftreten und das Einleben in der neuen Zeitzone erschweren. Auch Appetitlosigkeit, Durchschlafstörungen, Schwindelgefühl und verminderte Leistungsfähigkeit sind Dinge, die es einem am Anfang etwas schwer machen können. Die Beschwerden durch eine Zeitverschiebung treten bei jüngeren Menschen vermehrt auf, aber auch Menschen, die in Richtung Osten reisen, habe eher oder länger Beschwerden als Menschen die Richtung Westen reisen. Die innere Uhr eines Menschen wird vor allem durch den Hell-dunkel-Rhythmus eines Tages geprägt, durch eine Zeitverschiebung gerät dieser Rhythmus aus dem Takt.

Aber auch die regelmäßige Nahrungsaufnahme zu bestimmten Uhrzeiten legt im Gehirn eine Art inneren Rhythmus fest. Für Menschen, die aufgrund von Krankheit ein geschwächtes Immunsystem haben, ist es umso wichtiger, entsprechende Vorsorge zu einer bevorstehenden Zeitverschiebung zu treffen. So sollte man sich schon vor der Reise mental darauf einstellen, dass die Uhren im Zielland anders laufen. Ist man dort einmal angekommen, kann es sehr hilfreich sein, sich viel im Freien zu Bewegen und am Tagesrhythmus des Ziellandes teilzunehmen, auch wenn das anfangs manchmal etwas schwierig ist. Auch wenn der Schlafrhythmus durcheinandergeraten ist, sollte man auf jeden Fall nach der Ankunft genügend schlafen und im Laufe der nächsten Tage unbedingt auf Alkohol oder sonstige Schlafmittel verzichten.

Die Zeitverschiebung ist lediglich eine Rhythmusverschiebung und sollte nicht mit künstlichen Mitteln erzwungen oder angepasst werden. Der Körper findet meistens innerhalb der ersten Woche die Synchronizität zu der vorherrschenden Zeit im Zielland. Auf jeden Fall sollte man die ersten Tage auf schwere körperliche Anstrengungen verzichten und seinem Körper erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Das Wichtigste ist jedoch, das man seine Uhr auf die aktuelle Zeit umstellt. Wer Tabletten nehmen muss, der kann auch noch eine Uhr mitnehmen, die die alte Zeit anzeigt, um so nicht aus dem Rhythmus zu kommen. In ernsten Fällen spricht man am besten mit einem Arzt über die bevorstehende Reise.

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