Heroin und AIDS

30. April 2013 | Von | Kategorie: Drogengebrauch

Heroin ist eine sehr schnell abhängig machende Droge, die halbsynthetisch hergestellt wird. Obwohl Heroin eine sechsfach höhere schmerzstillende Wirkung als Morphium hat, ist es in den meisten Ländern verboten. Heroinkonsum führt innerhalb kürzester Zeit zu einer starken Abhängigkeit, die auch bald den körperlichen und seelischen Verfall mit sich bringt.

Auf steriles Spritzbesteck achten!

Auf steriles Spritzbesteck achten! (© termis1983 – Fotolia.com)

Oftmals wird Heroin in Zusammenhang mit Menschen gebracht, die sowieso schon am Rande der Gesellschaft oder auf der Straße leben. Den wenigsten Menschen ist bewusst, das selbst arbeitende Menschen oder sogar Menschen mit gutem finanziellen Background diese Droge konsumieren. Und vielen sieht man es in der Anfangsphase nicht einmal an.

Heroin wird normalerweise in die Venen gespritzt, kann aber auch geschnupft oder geraucht werden, dabei ist die Wirkung jedoch nicht so stark. Durch die Verwendung von nicht sterilen Nadeln ist die Ansteckungsgefahr von HIV und anderen Krankheit erheblich gestiegen. Mittlerweile gibt es aber in Deutschlands Großstädten schon sogenannte Fixerstuben, in denen man sterile Nadeln bekommen und somit das Ansteckungsrisiko erheblich senken kann. Leider ist dies nicht immer der Fall und jährlich infizieren sich mehr und mehr Menschen mit HIV durch das Benutzen von bereits gebrauchten Heroinspritzen. Heroin ist eine schmerzstillende Droge, die sowohl körperliche als auch psychische Schmerzen zu betäuben vermag. Deshalb kann sie so schnell süchtig machen. Darüber hinaus hat sie einen erheblichen Einfluss auf den Hormonhaushalt des Menschen und kann dort bei Dauerkonsum bleibende Schäden verursachen.

Die häufigste Todesursache unter Heroinkonsumenten ist jedoch die Überdosis, oftmals “goldener Schuss” genannt. Schon 375 mg können bei einem 75-kg-Menschen tödlich sein. Besonders besorgniserregend ist jedoch die Wechselwirkung mit anderen Drogen oder Medikamenten. Im Zusammenhang mit Alkohol kann Heroin auch tödliche Hirnblutungen auslösen. Wer heroinsüchtig ist und Hilfe braucht, dem bieten sich viele Möglichkeiten. Mittlerweile gibt es unzählige Projekte, die sich darauf spezialisiert haben, Menschen von Heroin zu befreien. Viele Großstädte bieten Gruppen an, in denen ein Jahr lang oral Methadon als Heroinersatz eingenommen werden kann oder aber chemisch hergestelltes Heroin ausgegeben wird. Die Abhängigen werden betreut und der soziale Absturz wird somit verhindert.

Wer sich sicher ist, dass er sofort damit aufhören möchte, der kommt nicht darum herum, einen Entzug zu machen. Dieser wird von den meisten Abhängigen sehr gefürchtet, weil er starke körperliche Schmerzen verursachen kann. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich in die Hände von Ärzten zu begeben und nicht zu versuchen, den Entzug alleine durchzustehen. Schließlich muss man sich nach 8 bis 12 Stunden neues Heroin spritzen, wenn man nicht an Entzugserscheinungen leiden möchte. Wer sich professionelle Hilfe sucht, braucht keine Angst vor gesellschaftlicher Ächtung oder Herabsetzung haben. Schließlich wird auch eine Drogenabhängigkeit als Krankheit verstanden und jedem, der damit aufhören möchte, wird geholfen. Zu allererst lohnt sich ein Besuch im Krankenhaus, wenn man einen Entzug machen möchte, denn hier bekommt man professionelle Hilfe, die während der Entzugsphase unerlässlich ist.

Nach dem Entzug kann man sich in eine Therapiegruppe einschreiben, um dort zu lernen, wie man ohne Heroin leben kann. Wer drogensüchtig ist, sollte sich nicht dafür schämen, sondern die angebotene Hilfe annehmen.

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