HIV und Geschlechtskrankheiten

26. März 2013 | Von | Kategorie: Sexualität

Geschlechtskrankheiten kommen sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor und sind sexuell übertragbare Infektionen. Jedes Jahr werden in Europa über 17 Millionen Fälle von Geschlechtskrankheiten gemeldet. AIDS ist eine der populärsten Geschlechtskrankheiten, denn auch das HI-Virus kann durch Geschlechtsverkehr übertragen werden und hat verheerende Folgen.

Kondome schützen vor Geschlechtskrankheiten

Kondome schützen vor Geschlechtskrankheiten

Trotzdem ist AIDS nicht die einzige gefährliche Krankheit, die durch Sex übertragen werden kann. Keine der Krankheiten sollte auf die leichte Schulter genommen werden und jede von ihnen erfordert eine Behandlung. Unbehandelt können sogar die harmlosesten Infektionen schlimme, bleibende Folgen haben.

Eine relativ häufige Geschlechtskrankheit sind Chlamydien. Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die eigentlich mit Antibiotika gut behandelt werden kann. Bleibt sie jedoch unentdeckt, kann sie bei Frauen zu schweren Unterleibsschmerzen bis hin zur Unfruchtbarkeit führen. Leider bleiben Chlamydien häufig lange unbemerkt, da sehr wenige Symptome auftreten. Am häufigsten kommen noch ein gelblich-grüner Ausfluss, Brennen beim Wasserlassen und Entzündungen der Eileiter sowie der Gebärmutterschleimhaut vor, bei Männern äußern sich die Symptome manchmal durch eine Entzündung der Harnröhre. Bei diesen Symptomen sollte ein Arzt einen Abstrich der Harnröhre machen, um eine Infektion mit Chlamydien festzustellen oder auszuschließen.

Zu den Geschlechtskrankheiten gehört auch Syphilis. Auch hierbei handelt es sich um eine bakterielle Infektion, an der Stelle der Infektion kommt es innerhalvon 10 bis 90 Tagen zu einem Geschwür. Dieses kann nicht nur im Genitalbereich, sondern auch im Mund- und Rachenraum entstehen, sofern Oralverkehr stattgefunden hat. Meist verschwindet das Geschwür bei dieser der Geschlechtskrankheiten von alleine, jedoch bleibt die Infektion im Körper. Als Spätfolgen der Nichtbehandlung können auch das zentrale Nervensystem, das Herz, die Hauptschlagadern oder das Gehirn von der Infektion betroffen sein. Ist die Krankheit noch nicht zu sehr fortgeschritten, kann eine Behandlung mit Penicillin erfolgen.

Die häufigsten Geschlechtskrankheiten bei Frauen stehen mit Pilzen in Verbindung, es kann dadurch Scheidenpilz entstehen. Dieser kann sich auch auf Männer übertragen und führt auch am Penis zu einer Pilz-Infektion. Bei Geschlechtskrankheiten wie Scheidenpilz kommt es zu einer Entzündung der Scheidenschleimhaut und des äußeren Genitalbereichs. Auslöser sind häufig die sogenannten Hefepilze, die oft von vorneherein in der Scheidenflora vorhanden sind, jedoch keine Beschwerden hervorrufen.

Durch ein Ungleichgewicht der Scheidenflora kann es zu einer Vermehrung solcher Pilze kommen, die Geschlechtskrankheiten auslösen können. Ein solches Ungleichgewicht kann zum Beispiel bei einem geschwächten Immunsystem, bei Hormonumstellungen oder durch die Einnahme von Antibiotika entstehen. Typische Symptome für Scheidenpilz bei Frauen sind zum Beispiel ein Jucken und Brennen des Intimbereichs, ebenfalls kann es zu übelriechendem Ausfluss und einem weißen Belag auf den Schamlippen kommen. Bei Männern äußert sich die Infektion ähnlich durch Jucken, Brennen, Schwellung und Rötung des Penis.

Um sich effektiv vor Geschlechtskrankheiten zu schützen, helfen eigentlich nur Kondome. Andere Verhütungsmittel wie die Pille schützen zwar vor einer Schwangerschaft, nicht jedoch vor sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten.

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