Homosexualität im Ausland

2. Januar 2013 | Von | Kategorie: HIV und Reisen

In Deutschland ist Homosexualität heutzutage fast normal geworden. Zwar haben Homosexuelle noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen und sie dürfen nach wie vor in Deutschland nicht heiraten, doch immer mehr Schwule und Lesben kämpfen mit Erfolg für die Akzeptanz ihrer sexuellen Gesinnung. In Ländern wie unter anderem den Niederlanden, Dänemark, Kanada, Norwegen, Schweden, Portugal, Island und in einigen Staaten von Amerika können inzwischen auch Homosexuelle heiraten und eine normale Ehe führen. In allen westlichen Industrieländern dürfen Menschen ihre Homosexualität ausleben, ohne dafür bestraft zu werden. Dies sollte selbstverständlich sein, ist es aber längst nicht in allen Ländern des Welt. In vielen Ländern wird Homosexualität streng bestraft.

In Ägypten zum Beispiel können homosexuelle Handlungen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren bestraft werden, in Botswana zum Beispiel mit 7 Jahren und in Gambia mit bis zu 14 Jahren. 20 oder 25 Jahre Freiheitsstrafe können einen Homosexuellen in Uganda und Sansibar treffen, in Sierra Leone muss lebenslänglich hinter Gittern gesessen werden. In Mauretanien, Nigeria und im Sudan steht als Strafe für Homosexualität der Tod. Solche Regelungen erscheinen in den westlichen Ländern unbegreiflich, sind aber schon lange in den genannten Ländern normale Bestandteile der Gesetzbücher. Es gibt auch Länder, in denen die Gesetze für Männer und Frauen unterschiedlich sind, beispielweise in Sambia, Simbabwe, Swasiland, Nigeria, Lesotho, Kenia und Ghana. In diesen Ländern werden die Männer für Homosexualität streng bestraft, Homosexualität bei Frauen ist jedoch legal.

In Asien gibt es ebenfalls viele Länder, in denen Homosexualität strafbar ist. Mit dem Tod wird Homosexualität in Suadi-Arabien, im Jemen und im Iran (nur Männer) bestraft. Im Iran bekommen die Frauen statt der Todesstrafe 100 Peitschenhiebe. Lebenslängliche Freiheitsstrafen werden in Myanmar, Pakistan, Singapur und Bangladesch verhängt.

In Europa ist Homosexualität in allen Ländern legal, nur was die Ehe oder die Möglichkeit zur Eintragung einer eheähnlichen Gemeinschaft angeht, herrschen unterschiedliche Regelungen. Die meisten Länder haben zudem ein Antidiskriminierungsgesetz, was die Gleichstellung aller sichern soll.
In Nord- und Mittelamerika herrschen wieder verschiedene Gesetze. In Barbados wird man bis lebenslänglich bestraft, in Trinidad und Tobago mit bis zu 25 Jahren und in einigen Ländern wie zum Beispiel Dominica, Grenada und St. Lucia mit bis zu 10 Jahren. Das bedeutet jedoch nicht, dass automatisch jede homosexuelle Handlung eine solche Strafe nach sich zieht. Am häufigsten werden Bußgelder verlangt, dabei kommt es jedoch auf die Schwere des Vergehens an. Häufig liegt das im Ermessen des Richters.

Positiv ist, dass zumindest immer mehr Länder dem Antidiskriminierungsgesetz folgen und die Tendenz in Richtung der Gleichbehandlung von Homosexuellen geht. Leider liegt hier noch ein weiter Weg vor uns, bevor eine endgültige Gleichberechtigung herrschen kann.

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