Kondome schützen – Nicht nur vor Aids

7. Juli 2014 | Von | Kategorie: Geschlechtsverkehr

Den Sex zu leben bringt Spaß. Leider kann man sich dabei nicht nur mit Aids, sondern auch mit vielen anderen Krankheiten anstecken. Welche Krankheiten das im Einzelnen sind und was man in jedem Falle über Kondome wissen sollte, gibt es hier zu lesen. Eines vorweg: Kondome schützen und sind viel cooler als man denkt.

Kondome sind mehr als nur eine Vorsichtmaßnahme

Kondome schützen die eigene Gesundheit und auch die des Sexualpartners. Sie sind eine Möglichkeit, sich gegen eine ungewollte Schwangerschaft zu schützen. Ihr wollt spontan sein? Kondome bieten die Möglichkeit, Spontanität zu leben, und sich dennoch zu schützen. Kondome kann man in Supermärkten, Drogerien, Tankstellen, an Automaten und Kiosken kaufen. In vielen Beratungsstellen gibt es sie sogar geschenkt. Kondome gibt es in verschiedenen Materialien und Zusammensetzungen. Je nachdem, was einem gefällt. Da die Zahl der Allergiker zugenommen hat, gibt es auch latexfreie Kondome. Kondome sind wirklich cool. Mit dem richtigen Kondom kann man sich sicher fühlen, und sich ganz seiner Leidenschaft hingeben.

Kondom ja oder nein?

Viele Sexualpartner scheuen sich, Kondome zu benutzen. Manche sind sogar stolz darauf, „es ohne zu tun“. Die Erkrankungen, die man sich durch den Sex holen kann, sind zum Teil sehr ernst, manche sogar lebensgefährlich. Kondome schützen nicht nur vor einer HIV-Infektion, sondern auch vor einer Reihe anderer Erkrankungen und Unpässlichkeiten. Deshalb sollte die Antwort bei neuen Partnern grundsätzlich „Kondom ja“ lauten.

Wovor schützen Kondome?

  • Geruch – nicht jeder Sexualpartner riecht beim Sex so lecker wie er oder sie im Kopfbereich parfümiert war. Reinigungsbedürfnisse sind unterschiedlich. Wer weiß, wann er oder sie den letzten Sex hatte? Oder sich zuletzt gewaschen hat? Welche Erkrankungen hat er oder sie? Kondome sind cool. Man kann sich seinen Gefühlen hingeben und ist doch geschützt.
  • Sperma – Kondome schützen vor Schwangerschaften und auch davor, dass man das Sperma des Partners nicht in sich auffangen muss.
  • Schutz vor HIV-Infektion / AIDS
  • Schutz vor Hepatitis
  • Filzläuse – es handelt sich bei Filzläusen um eine Erkrankung bei der die Filzläuse durch den Geschlechtsakt auf den Partner übertragen werden. Das Risiko der Übertragung kann durch Kondome vermindert werden.
  • Pilzerkrankungen – ist eine Erkrankung, die insbesondere bei der Frau häufig auftritt. Es wird gesagt, dass 3 von 4 Frauen einen vaginalen Pilzbefall aufweisen. Der Mann sollte sich davor schützen. Umgekehrt sollte auch die Frau sich vor dem Mann schützen, denn häufig werden die Pilzerkrankungen durch den Mann übertragen.
  • HPV-Infektion – Zum Schutze der HPV-Infektion, die bei der Frau zum Gebärmutterhalskrebs führen kann, ist dringend anzuraten, ein Präservativ zu benutzen. Durch das Kondom schützt sich die Frau dadurch, von dem Mann infiziert zu werden. Durch das Kondom kann sie ihr Risiko auf Gebärmutterhalskrebs wesentlich verringern.
  • Feigwarzen – das Risiko kann durch Kondome vielleicht nicht ausgeschlossen aber reduziert werden. Feigwarzen sind eine ziemlich fiese Erkrankung.
  • Chlamydien – es soll die am häufigsten übertragbare Geschlechtskrankheit sein. Davor sollten Frauen sich unbedingt schützen, denn diese Erkrankung kann zur Unfruchtbarkeit führen.
  • Gonorrhoe / Tripper
  • Herpes Genitalis, das Gegenstück zu dem Herpes im Mundbereich.
  • Syphilis – eine ernstzunehmende Geschlechtserkrankung, die dringenden Behandlungsbedarf hat. Sie sollte unbedingt vermieden werden.
  • Sonstige übertragbare Geschlechtskrankheiten.

Unterschiedliche Kondome

Kondome unterscheiden sich hinsichtlich der Art der Beschaffenheit, des Materials, der Größe, der Farbe, der Machart. Die nachfolgende Aufstellung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, gibt aber einen guten Überblick, damit jeder für sich das passende Kondom aussuchen kann, das ihm gefällt.

  • Latex-Kondome
  • Latexfreie Kondome
  • Feuchte Kondome
  • Kondome mit Noppen
  • Kondome mit Geruch oder Geschmack
  • Kondome in verschiedenen Größen und Farben

Das passende Kondom

Eine Abneigung gegen Kondome kann daraus resultieren, dass man(n) noch nicht das für ihn passende Kondom gefunden hat. Damit der Mann ein gutes Körpergefühl hat, ist für ihn oft ein gefühlsechtes Kondom das richtige. Mit diesem hat er das Gefühl, dem Sexualpartner ganz nahe zu sein. Weiter sollte das Kondom gewissen Bewegungen standhalten können. Dafür sollte man darauf achten, dass es eine bestimmte Dicke hat. Im Gegensatz zum gefühlsechten Kondom heißen die dickeren „strong“ oder „extra reißfest“. Der Mann kann an sich selbst ausprobieren, welche Machart und Größe daspassende Kondom ist. Das Kondom in der richtigen Größe soll fest aufsitzen, also keine Falten schlagen, und den Penis nicht abquetschen. Zu große Kondome bringen das Risiko, beim Sex abzurutschen. Es gibt verschiedene Größen bezüglich der Länge des Penis und der Dicke. Die in Europa üblichen Kondome haben 17 Zentimeter Länge. Da es allerdings unterschiedliche Penisstärken und Formen gibt, sollte man in Ruhe das passende Kondom auswählen. Auf den Kondompackungen sind die Größen angegeben. Es empfiehlt sich, den Penis vor dem Kondomkauf auszumessen. Wichtig sind die Länge und die Dicke im erigierten Zustand.

Frau liebt Kondom

Der Frau sollte das Kondom auch gefallen. Da viele Frauen unter einem vaginalen Pilzbefall und Allergien leiden, wäre für sie ein latexfreies Kondom wichtig. Latexfreie Kondome sind angenehm weich und riechen neutral. Sie bestehen normalerweise aus Polyurethan. Das ist ganz gut verträglich. Falls die Frau sehr eng oder trocken ist, kann sie ein Gleitgel benutzen. Dieses sollte fett- und ölfrei sein, also auf einer Wasserbasis gleiten. Bei latexfreien Kondomen darf das Gleitgel auch einen Fettanteil haben.

Das erste Mal

Demjenigen, der noch nicht viel Geschlechtsverkehr hatte und Angst hat davor, bei Überstreifen des Kondoms zu versagen, sei angeraten, es vorher einige Male alleine auszuprobieren. Es ist relativ einfach, ein Kondom überzustreifen. Das Kondom auf die Penisspitze des erigierten (erregten) Gliedes aufsetzen und es mit Daumen und Zeigefinger beider Hände den Penisschaft herunterrollen. Beim Sex kann man auch den Partner bitten, beim Überstreifen zu helfen.

CE-Zeichen auf Kondomen

Die im Markt erhältlichen Kondome enthalten meistens CE-Prüfsiegel. Diese sind wichtig, der TÜV testet die Kondome auf Haltbarkeit, schaut, bei welchem Luftdruck sie platzen und wie sie sich nach Wärmeeinwirkung verhalten. Das Prüfsiegel (CE-Zeichen) ist wichtig, denn ein geplatztes Kondom ist ein großes Risiko, dass man ausschließen sollte. Gut ist, außer dem CE-Zeichen auf das Haltbarkeitsdatum der Präservative zu schauen.

Ein guter Abschluss mit einem passenden Kondom

Wenn man sein passendes Kondom gefunden hat, empfiehlt es sich, diesen für den Fall der Fälle in der Tasche zu tragen. Denn schon oft wurde deshalb auf ein Kondom verzichtet, weil keiner von beiden eines dabei hatte. Das war gestern. Heute ist ein Kondom cool und man trägt es bei sich.

Bildquelle:
BigStock by Kzenon, Stock Foto 39055351

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