Krankheit und Job verbinden

16. April 2013 | Von | Kategorie: HIV und Arbeit

Dank guter HIV-Therapien sind die meisten HIV-Infizierten heute dazu in der Lage, die Anforderungen im Job gut zu erfüllen. Die meisten Infizierten leben viele Jahre mit der Infektion, ohne große gesundheitliche Nachteile zu erfahren.

Job und Krankheit verbinden

Job und Krankheit verbinden (© pressmaster – Fotolia.com)

Solange das Virus nicht ausgebrochen ist spricht nichts dagegen, seinen Job als HIV-Positiver zu behalten. Der Arbeitgeber muss tatsächlich auch erst von der Erkrankung unterrichtet werden, wenn sich daraus besondere Umstände ergeben. Dies können häufige Arztbesuche oder höhere Fehlzeiten sein. Auch ist es ratsam, mit dem Arbeitgeber zu sprechen, sofern bestimmte Aufgabenbereiche wegen der Krankheit nicht mehr bewältigt werden können.

Mancher Infizierter hat auch Angst, andere anszustecken, wenn er bei seinem Job einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt ist. Studien haben jedoch gezeigt, dass bei den HIV-Infizierten keine höheren Fehlzeiten als bei gesunden Mitarbeitern festzustellen waren. Auch gesundheitlich zeigten sich bei den Studienteilnehmern tendenziell nicht mehr Probleme als bei HIV-negativen. Trotzdem ist es für die Infizierten wichtig, sich nicht zu überfordern. Wer einen Job hat, in dem es zum Alltag gehört, unter Druck und Stress zu arbeiten, der sollte überlegen, die Abteilung oder die Stelle zu wechseln.

Stress und andere psychische Belastungen wirken sich nachweislich negativ auf die Gesundheit und das Immunsystem aus, ein Risiko, das HIV-Positive nicht eingehen sollten. Hier kann oft ein Gespräch mit dem Arbeitgeber helfen, eventuell lässt sich an den Arbeitsbedingungen etwas ändern oder eine andere Position im Unternehmen bietet sich eher an. Auch ständige körperliche Arbeit sollte im Job vermieden werden.

Zwar sind HIV-Positive grundsätzlich genauso leistungsfähig wie ihre Kollegen, trotzdem sollte immer die Verletzungsgefahr im Auge behalten werden. Wird der Körper häufig überanstrengt, hat er größere Schwierigkeiten, sich gegen eventuelle Krankheitserreger zu wehren. Und Krankheitsrerreger sind etwas, das HIV-Positive am besten immer meiden sollten. Daraus folgt auch, dass Berufe im medizinischen Sektor in Einzelfällen überdacht werden sollten.

Hier sollte Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden, welche Bedingungen im Job für die Gesundheit tragbar sind. Wer im Krankenhaus auf der Seuchenstation arbeitet, könnte aufgrund seiner Infektion schneller Probleme bekommen als gesunde Menschen. Auch hier wäre vielleicht der Wechsel der Station angebracht.

Die Arbeit gehört für alle Menschen zum Leben und dient dazu, sich zu identifizieren. Gerade für HIV-Positive ist es wichtig, mit ihrer Krankheit ein möglichst normales Leben führen zu können, wozu auch das Alltagsleben im Job gehört. Um durch den Job keine gesundheitlichen Probleme zu bekommen, sollten Infizierte besonders rücksichtsvoll mit ihrem Körper umgehen, sich genügend Pausen gönnen und darauf achten, im Job nur Arbeiten zu verrichten, die auch gesundheitlich problemlos tragbar sind.

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