Mit Marihuana gegen Aids

12. Juli 2013 | Von | Kategorie: Allgemein

Die unheilbare Krankheit HIV ist heutzutage erschreckend weit verbreitet. Etwa 33,4 Millionen Menschen sind mittlerweile auf der ganzen Welt mit dem Virus infiziert, wovon ungefähr 67.000 Infizierte Deutsche sind. Die Gefahr der Ansteckung ist zwar bekannt, allerdings nehmen immer noch viele Menschen die Warnung vor dem ungeschützten Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma oder Vaginalsekret nicht ernst genug.

Mit Marihuana gegen das HI-Virus

Bei einer Infektion ist die Behandlung meist problematisch. Viele Medikamente gegen HIV haben zahlreiche Nebenwirkungen. So besteht ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von irreparablen Nervenschädigungen. Die dabei auftretenden Missempfindungen sowie vermehrte Schmerzempfindlichkeit senken die Lebensqualität der Betroffenen enorm. Es gibt viele weitere Gründe, warum eine Behandlung mit Marihuana die bessere Therapiewahl darstellt. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass HIV-Infizierte, die mit Cannabis behandelt werden, eine signifikante Besserung ihrer krankheitsbedingten Symptome erreichen. Es ist weiterhin bekannt, dass die CD4-Rezeptoren des Marihuanas eine neue Hilfe gegen HIV darstellen. Forscher haben herausgefunden, dass diese Rezeptoren auf die menschlichen Immunzellen einwirken und die Viren im späten Stadium des AIDS hemmen.

Vielfältige Anwendungsgebiete von Marihuana

Marihuana-CannabisSchon seit längerer Zeit wird das aus der Hanfpflanze gewonnene, als Rauschmittel bekannte Marihuana bei der HIV-Behandlung zur Anregung des Appetits sowie zur Schmerzlinderung verwendet. Die positive Wirkung des Cannabis-Wirkstoffes THC ist auch bei neuropathischen Schmerzen bekannt. Weitere Gründe für die medizinische Anwendung sind neben der Appetitsteigerung und der Reduzierung von Schmerzen die Verbesserung des Schlaf-Wach-Rhythmus durch bessere Entspannung sowie die Linderung von Übelkeit, Erbrechen, Ängsten und Depressionen. Besonders dienlich ist dabei die Hemmung von Übelkeit, die oftmals durch die so genannten Proteasehemmer der speziellen HAART-Therapie hervorgerufen werden. Die Einnahme des Wirkstoffes ist dabei in mehreren Varianten möglich. Wer Cannabis nicht rauchen möchte, kann es stattdessen aufgelöst in Nahrungsmitteln und Getränken wie Joghurt oder Tee zu sich nehmen.

Trotzdem ist Marihuana nicht legal

Leider ist der Konsum von Marihuana trotz seiner positiven Eigenschaften nicht legal. Bei medizinischen Behandlungen allerdings haben kranke Menschen die Möglichkeit, marihuanahaltige Mittel zu bekommen. Denn mittlerweile ist die günstige Wirkweise bei der HIV-Therapie auch von der Bundesregierung anerkannt, weshalb in den betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften cannabishaltige Arzneimittel von Ärzten verschrieben werden dürfen. Daher ist die Einnahme von Cannabis in Form von Medikamenten möglich. Ein neues Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster erlaubt es nun auch Schwerkranken, denen keine andere Form der Therapie mehr hilft, unter strengen Auflagen Cannabis zum eigenen Bedarf in der Wohnung anbauen. Leider wurden bisher aufgrund der bestehenden Illegalität von Marihuana nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt. Es wird daher Zeit, sich nicht allzu sehr auf Marihuana als Droge sondern als wirksames Arzneimittel zu konzentrieren.

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