Rentenanspruch bei HIV-Infektion

28. März 2013 | Von | Kategorie: HIV und Arbeit

Die gesetzliche Rentenversicherung gilt in Deutschland für alle angestellten Menschen, somit haben auch HIV-Kranke einen Rentenanspruch. Bei Abschluss der Rentenversicherung wird üblicherweise nicht nach Erkrankungen gefragt. Was sich jedoch für die Infizierten ebenfalls nicht ändern, sind die geringen Beträge, die inzwischen nur noch von der gesetzlichen Rentenkasse gezahlt werden, kaum ein gesunder Mensch kann noch gut davon leben.

Rentenanspruch bei HIV-Infektion

Rentenanspruch bei HIV-Infektion (© detailblick – Fotolia.com)

So werden also auch Infizierte Probleme haben, mit nur der gesetzlichen Rente im Alter über die Runden zu kommen. Daher empfiehlt es sich, eigene Maßnahmen zu ergreifen um den Rentenanspruch zu erhöhen. Staatlich gefördert sind zum Beispiel Riester- und Rüruprente, jedoch herrschen hier relativ strenge Auflagen, ab wann der Rentenanspruch bzw Anspruch auf die Auszahlung besteht. Man kann zum Beispiel nicht vor dem 60. Lebensjahr an seine Rente kommen, obowlh ja gerade bei Infizierten genau das notwendig werden kann. Flexibler sind ja auf jeden Fall private Rentenversicherungsverträge. Hier können die Beträge grundsätzlich schon früher in Anspruch genommen werden, jedoch muss man bei Abschluss einer solchen Versicherung immer darauf achten, ob nicht die Kosten bei vorzeitiger Entnahme zu hoch sind.

Es gibt seit Kurzem in Deutschland die sogenannte eXtra-Rente. Bislang zahlt niemand in Deutschland AIDS-Kranken im Bedarfsfall so viel Rente und nirgens ist der Rentenanspruch höher. Dieser Tarif erlangte im Jahr 2000 sogar den CAPITAL-Innovationspreis für seine Einzigartigkeit. Bei dieser Versicherung zählt jedoch bei Abschluss der aktuelle Gesundheitszustand des Patienten. Dabei drehen die Versicherer das Prinzip einfach um: Patienten mit kürzerer Lebenserwartung erhalten wesentlich mehr Geld als Patienten mit noch langer Lebenserwartung. Je schlechter die Prognose, desto mehr Geld bekommt der Patient.

Das klingt zwar markarber, kann aber vor allem bei einem komplizierten Krankheitsverlauf sinnvoll sein. Zudem besteht bei der eXtra-Rente ein sofortige Rentenanspruch. Der Haken: Um diesen Rentenanspruch bei der Sofortrente nutzen zu können, muss vorab ein größerer Betrag an die Kasse gezahlt werden. Dafür garantiert aber die Kasse auch eine lebenslange Versorgung, auch wenn die Prognosen überschritten werden.

Ansonsten haben HIV-Kranke die gleichen Möglichkeiten zur Vorsorge wie andere Menschen auch. Eventuell lohnt es sich, in Immobilien zu investieren und später von den Mieteinnahmen zu leben oder aber das Mietobjekt zu verkaufen. Der Kranke sollte sich informieren, welche Versicherungen oder Anlagemöglichkeiten sich am positivsten auf den Rentenanspruch auswirken und dann überlegen, mit welchen Maßnahmen er sich am besten arrangieren kann. Wichtig ist, dass er im Falle einer Erwerbsunfähigkeit Zugriff auf die nötigen Gelder hat und der Rentenanspruch dann sofort eintritt. Eventuell kann es aber auch sinnvoll sein, zusätzliche Verischerungen für diesen Bereich abzuschließen, falls es mit dem Rentenanspruch Probleme geben könnte.

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