Risiken bei Speed Konsum und AIDS

27. März 2013 | Von | Kategorie: Drogengebrauch

Speed ist in einigen Szenen eine beliebte Droge. Es handelt sich dabei um eine umgangssprachliche Bezeichnung für Amphetamine, auch bekannt als “Pepp” oder “Amphe”. Speed ist ein weißes Pulver oder auch eine gelbliche Paste, die normalerweise durch die Nase gesnieft wird.

Speed Konsum bei HIV

Speed Konsum bei HIV (© VRD – Fotolia.com)

Besonders gefährlich bei dieser Droge ist, dass der tatsächliche Inhalt von Amphetaminen im Speed stark schwanken kann. Es gibt Dosen mit 11 % Amphetaminen und Dosen mit 83 % Amphetaminen. Es kann also durch eine identische Dosis des weißen Pulvers zu völlig unterschiedlichen Wirkungen kommen.

Speed kam im Jahr 1930 ursprünglich als Mittel gegen Schnupfen auf den Markt. Schnell wurde seine stimulierende Wirkung bekannt, es wurde aber trotzdem für weitere vierzig Indikationen zugelassen. Soldaten verwendeten das Mittel gern wegen seiner schlafverhindernden und aufputschenden Wirkung. Später nahmen auch viele Lastwagenfahrer und Studenten Speed, offiziell um ihre Leistungen zu verbessern. Einen besonderen Hype hatte Speed in den 90er Jahren in der Disko- und Partykultur. Es galt als eine der beliebtesten Partydrogen.

Der Konsum von Speed wirkt euphorisierend, leistungssteigernd, er macht wach und unterdrückt das Hungergefühl. Konsumenten sind meist sehr unruhig und reden am laufenden Band, der Rededrang wird durch Speed stark gesteigert. Der Speed-Rausch wird wie eine sehr schnelle Fahrt auf der Autobahn beschrieben, die Gedanken sind klar und gehen in hoher Schnelligkeit im Kopf herum. ADHS-Kranke erleben die Wirkung von Speed interessanterweise gegenteilig, hier wird die Wirkung als beruhigend empfunden.

Wer dauerhaft Amphetamine zu sich nimmt, setzt seinem Körper einem hohen Risiko aus. HIV-Infzierte sind besonders gefährdet, da hier schon durch die Krankheit ein besonders Augenmerkt auf dem Immunsystem liegen sollte. Durch die geringe Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme und dazu dem fehlenden Schlaf wird das Immunsystem des Körpers geschwächt. Durch häufiges Herzrasen, welches durch die Droge ausgelöst wird, kann es zu dauerhaftem Bluthochdruck kommen. Ständige Nervosität und Unruhe, Schlafmangel auch im nüchternen Zustand, Kreislaufstörungen und psychische Störungen wie Paranoia oder eine Amphetamin-Psychose sind weitere mögliche Nebenwirkungen von Speed.

Sexuelle Handlungen werden durch den Konsum von Speed als besonders intensiv und triebhaft empfunden. Bei HIV-Infizierten steigt so das Risiko, unbedacht Sex mit Personen zu haben und nicht genügend auf den Schutz zu achten. Durch Speed können “alle Hemmungen fallen” und das Begehren nach Sex wird größer als die Vernunft.

HIV-Infizierte, die Medikamente mit dem Wirkstoff Ritonavir zu sich nehmen, sollten auf den Konsum von Speed verzichten bzw. den Konsum auf 1/4 des Normalkonsums zu beschränken. Es kann sonst zu starken Wechselwirkungen kommen.

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